Türen lackieren

Türen lackieren: Schritt für Schritt zur perfekten Oberfläche

Mit der richtigen Vorbereitung und Technik werden alte Türen wieder zu echten Hinguckern.

Eine neue Lackierung kann Türen nicht nur optisch auffrischen, sondern ihnen auch einen besseren Schutz vor alltäglichen Belastungen geben. Mit etwas Geduld, sorgfältiger Vorbereitung und den passenden Materialien lässt sich das Projekt in vielen Fällen selbst umsetzen.

Das benötigte Material

  • Schraubendreher zum Ausbauen von Griffen und Beschlägen
  • Schleifpapier in verschiedenen Körnungen, zum Beispiel 120er und 180er
  • Spachtelmasse und ein Spachtel zum Ausbessern kleiner Schäden
  • Abdeckfolie und Malerkrepp
  • Grundierung, falls der Untergrund dies erfordert
  • Geeigneter Türen- oder Möbellack
  • Lackierrolle mit feiner Oberfläche und ein passender Pinsel
  • Schutzbrille, Handschuhe und gegebenenfalls eine Atemschutzmaske

1. Tür vorbereiten

Bauen Sie die Tür möglichst aus und legen Sie sie waagerecht auf zwei stabile Unterlagen. Entfernen Sie anschließend Türgriff, Schlossrosetten und weitere Beschläge. Falls ein Ausbau nicht möglich ist, schützen Sie den Boden, die Wände und alle Beschläge sorgfältig mit Abdeckfolie und Malerkrepp.

2. Oberfläche gründlich reinigen

Schmutz, Fett und Staub verhindern, dass der neue Lack zuverlässig haftet. Reinigen Sie die Tür deshalb mit einem geeigneten Haushaltsreiniger und lassen Sie sie vollständig trocknen. Besonders wichtig ist dieser Schritt bei Türen in Küchen oder stark beanspruchten Bereichen.

3. Alte Lackschicht anschleifen

Schleifen Sie die vorhandene Oberfläche gleichmäßig an, bis sie matt erscheint. Lose Lackstellen müssen vollständig entfernt werden. Kleine Kratzer, Dellen oder Bohrlöcher können Sie mit Spachtelmasse ausbessern. Nach dem Trocknen schleifen Sie die reparierten Stellen glatt und entfernen den gesamten Schleifstaub.

4. Grundierung auftragen

Eine Grundierung verbessert die Haftung und sorgt für ein gleichmäßigeres Ergebnis. Sie ist besonders empfehlenswert bei unbehandeltem Holz, stark saugenden Untergründen, sichtbaren Farbwechseln oder problematischen Altanstrichen. Tragen Sie die Grundierung dünn und gleichmäßig auf und beachten Sie die vom Hersteller angegebene Trocknungszeit.

5. Die Tür lackieren

Rühren Sie den Lack langsam und gründlich auf, ohne unnötig Luft hineinzuschlagen. Lackieren Sie zunächst Kanten, Profile und schwer zugängliche Stellen mit einem hochwertigen Pinsel. Anschließend bearbeiten Sie die größeren Flächen mit einer feinen Lackierrolle. Arbeiten Sie dabei in dünnen Schichten und vermeiden Sie es, mehrfach über bereits angetrocknete Stellen zu rollen.

Für ein deckendes und strapazierfähiges Ergebnis sind meist zwei dünne Lackschichten besser als eine dicke. Lassen Sie jede Schicht vollständig trocknen und schleifen Sie die Oberfläche bei Bedarf mit sehr feinem Schleifpapier leicht an. Danach entfernen Sie den Staub sorgfältig, bevor Sie die nächste Lackschicht auftragen.

6. Trocknen lassen und montieren

Die frisch lackierte Tür sollte so lange trocknen, wie es auf dem Lackgebinde angegeben ist. Auch wenn sich die Oberfläche bereits trocken anfühlt, kann der Lack darunter noch empfindlich sein. Bringen Sie Beschläge und Türgriff erst wieder an, wenn die Oberfläche ausreichend durchgehärtet ist.

Häufige Fehler beim Türenlackieren

  • Zu wenig Vorbereitung: Wird die Tür nicht gereinigt und angeschliffen, kann der Lack später abblättern.
  • Zu viel Lack: Dicke Schichten führen häufig zu Nasen, Läufern und langen Trocknungszeiten.
  • Staub in der Umgebung: Eine gründlich gereinigte und möglichst staubarme Arbeitsumgebung verbessert das Finish.
  • Ungeduld: Werden die Trocknungszeiten nicht eingehalten, können Druckstellen oder sichtbare Unebenheiten entstehen.

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